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From Ute Ladendorfer

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www.sutzinauten.com – der neue Sutzi Blog

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Finde alles neue über sie Sutzis auf http://www.sutzinauten.com

Going home

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Heute ist es soweit. Nach genau 5 Monaten und einem Tag geht’s wieder nach Hause….brrrrr, wir haben in der Zeitung gelesen, dass es in Wien -5 Grad hat, und uns friert es schon jetzt bei dem Gedanken daran. Und natuerlich haben wir ja nicht die allerallerwaermsten Klamotten dabei. Liebe Uschi ( das ist die tolle Frau, die uns vom Flughafen abholt), wenn Du das hier liest: dreh schon mal die Heizung im Auto auf, bitte! :-)))

Die Taschen sind gepackt, wir haben einen richtigen kleinen Shopping Marathon hinter uns…und versuchen gerade nebenher verzweifelt, ein gemeinsames Abschiedsphoto hinzubekommen, s. Photoversuche anbei…. ;-).

Dazu singen wir: And now, the end is near…final curtain….not in a shy way…..much more than this…..we did it our way 🙂

VOI TOTAL SUPER SCHEE war’s. Und jetzt is a guat.

Am Ziel unserer Reise (und Träume): Saigon – km 4019!

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Wir haben es geschafft! 4019 Kilometer liegen hinter uns, wir radeln nach Saigon hinein, mit glückseligem Lächeln auf den Lippen ( und durch den Mund atmend, denn der gekippte Fluss, an dem wir langradeln, stinkt gscheit…). Es war ein wahnsinniges und aufregendes Abenteuer, das wir sicher unser Leben lang nicht vergessen werden.

Jetzt geniessen wir noch eine knappe Woche Saigon, und können schon nach dem ersten Tag hier sagen: hier pulsiert das Leben!

Auf bald, Ihr Lieben Zhaus!

Im Mekong-Delta

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Wir radeln in Etappen durchs Mekong-Delta. Hier herrscht irre viel Verkehr, obwohl doch noch immer Tet gefeiert wird. Aber man besucht jetzt Verwandte in allen möglichen umliegenden Dörfern und Städten. Mitgebracht wird i.d.R. Ein Geschenkekorb ( der an der Strasse gekauft wird), bestehend aus einer Packung Danish Butter Cookies, anderen Süssugkeiten und einem min. 12-er Pack Bierdosen, meist Heineken. Die Luxusvariante hat auch mal Schampus drin. Wir radeln also zwischen all diesen wandelnden Geschenkekörben auf Mofas rum. Und weil Tet gefeiert wird, finden die schwimmenden Märkte nicht statt, und da die Vogelgrippe ausgebrochen ist, sind auch die Vogelschutzgebiet geschlossen. Es gibt also nicht viel zu besichtigen, zumal die Städte einfach zumeist nicht schön, sondern nur laut und dreckert sind ( und besonders furchtbar war vinh Longh). Eine uns erstaunende Ausnahme war gestern Tra Vinh, da war es total nett, und die Leute irre freundlich. Wir assen phantasische Nudelsuppen und genossen unser Feierabendbierchen.
Heute stand unsere vorletze Etappe an – und es war eine teilweise richtige Abenteuerfahrt. Wir fanden am Morgen eine Fähre, die nur von Einheimischen genutzt wird und sehr versteckt liegt, genossen eine wunderbare Überfahrt über einen an dieser Stelle schon ziemlich breiten Ausläufer bzw. Seitenarm des Mekong (Bassac). Danach folgte eine abenteuerliche Fahrt in einem Dschungel-ähnlichen Gebiet – es war traumhaft. Nachdem wir gut durchgeschüttelt waren gings weiter wieder auf einer Hauptstrasse, wo wir am Strassenrand auch die lecker Bonbons fanden, von denen im Reiseführer geschwärmt wurde: Kokosnussbonobons. Sehr fein!

Morgen geht es auf unsere letzte Etappe nach Saigon!

Tet – Chuc Mung Nam Moi! Mot, Hai, Ba Jauuuuuuuuuu!

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Überall entlang der Strasse hängen derzeit vietnamesische Flaggen, überall werden Bäume geschmückt, Mandarinenbäume und sonstige gelbe Blumen aufgestellt: denn es näherte sich das vietnamesische Neujahrsfest. 2012 ist das Jahr des Drachens, und so zogen auch schon eine
Menge grosser und kleiner Drachen durch die Strassen. Was da wann wo genau passieren sollte, wussten wir nicht. Was wir aber am Ende unserer gestrigen Tagesetappe wussten, war, dass wir ein ruhiges Hotel mit einem Wohlfühlzimmer suchten, da der Tag sehr hart gewesen war, u.a. Weil wir auch mal wieder eine Radspeichenreparatur hatten. Genauer gesagt, wir wussten, welches Hotel wir suchten, als wir an einem 4 Sterne Hotelneubau vorbeiradelten, der uns genau dieses Bedürfniserfüllungsversprechen suggerierte. Gesehen, gedacht, abgebogen :-). Wir buchten uns ein und geniessen gerade einen Traum von Zimmer. Und als wir vom Stadtspaziergang zurückkamen (überall in den Strassen lief ABBAs „Happy New Year“) fanden wir eine Einladung in unserem Zimmer für eine Neujahrsfeier im Hotel am Abend. Wir genossen auf der Dachterasse das superschöne städtische Feuerwerk, bevor wir im Innenhof um 23 Uhr ein Abendessen serviert bekamen und eine Menge Wein. Das Ganze musikalisch untermalt von einer unglaublich leistungsstarken Karaokeanlage. Alle feierten gemeinsam: Gäste, Hotelangestellte und -management. Schliesslich drückte man uns das Mikro in die Hand und wir mussten improvisieren. wir sangen also den Refrain von “ Du entschuldige I kenn Di“ und den ersten Teil von „Skifoahrn“. Sollten wir noch einmal in ein Karaoke-verrücktes Land reisen müssen wir uns in dieser Hinsicht definitiv ein wenig besser vorbereiten….der Showact des Abends war aber eindeutig Andy- s. photos- ein gebürtiger Ire der in Australien lebt und mehrere Monate im Jahr in Vietnam ist und hier bei Neugeborenen Kindern chirurgische Eingriffe durchführt und Hasenscharten operiert. Andy, wohlgemerkt, ist sicherlich über 70ig, liebt Deutschland, weil er dort mit 14 Jahren seine Unschuld an eine 21 jährige Düsseldorferin verloren hat ( wie er gut angeschickert erzählte) und tanzte mit dem Hotelpersonal wie ein junger Gott. Heute haben wir ihn aber nicht gesehen, weil ervwohl ziemlich verkatert ist 🙂
Wir nicht so sehr, aber uns gefiel es hier so gut, dass wir beschlossen, einfach noch einen Tag zu bleiben und mal so richtig rumzutrödeln. Das genossen wir ausgiebigst, verbrachten einige Zeit in der Sauna und Dampfbad und kugeln ansonsten einfach nur im Bett rum. WUNDERBAR!

Auf nach Vietnam

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Mit dem Bus erreichen wir am 20.1. wieder Takeo – diesmal fanden wir auch ein Restaurant dort, und, am allerbesten: das Essen war phantastisch: ein ganzer geduensteter Fisch und eine Platte Tintenfisch. Mmmmh, so lecker! Am folgenden Morgen tranken wir noch einen Cafe und trafen im Cafe einen Ami, der zeitweise mit seiner Familie in der Naehe von Takeo lebt. Da das Haus an unserer Radstrecke lag, lud er uns auf eine Cola ein. So sahen wir sein Hausbauprojekt, welches de Fakto vom kambodschanischen Schwiegervater entschieden wird und lernten die Familie kennen. War ein sehr nettes Erlebnis.
Das Radeln an dem Tag war durchaus hart, zumal jedes Gramm der Shoppinggenuesse in PP nun mitzuschleppen ist…
Der Grenzübertritt verlief unerwartet einfach und unkompliziert und ohne grossartige Bakschisch-Forderung. Der Grenzbeamte auf vietnamesischer Seite, der uns die Arrivalcards ausfuellen liess, hockte im verdreckten weissen T-Shirt da und mit den nackigen Füssen auf dem Schreibtisch- Sozialismus ist einfach auch nicht mehr das, was er einmal war ;-).
Nach nur rd. 10 min. in Vietnam wussten wir wieder, was wir hier nicht mochten und auch noch immer nicht mögen: es ist einfach irre laut, permanentes Gehupe und Gedudel – nach so vielen Kilometern in ländlicher Idylle ziemlich unerträglich. Zumal Vietnam hier im Mekong Delta offenbar wieder so dicht besiedelt ist, dass es zwischen zwei Städten gar kein Ende der Besiedlug entlang der Hauptstrasse gibt. Klar, hinter der Besiedlungshäuserzeile fängt direkt das Feld an, aber die eine Häuserzeile, und der Strassenverkehr genuegen, um fast einen akustischen Nervenzusammenbruch zu erleiden. Suzzy fährt jetzt mit Ohrenstöpseln….

Westernization in Phnom Penh

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Nun sind wir bereits seit 3 Tagen in PP. Wir besichtigten die Gräuelstädten der roten Khmer, das Gefängnis S-21 und die Killing Fields mit den Massengräbern. Seitdem wir Bücher von Überlebenden lasen passiert es immer häufiger, dass wir, wenn wir mit den Menschen hier Kontakt haben, irgendwann im Gespräch darauf kommen, was diesen während dieser Zeit widerfahren ist. Die Geschichten sind furchtbar und verstörend. Es ist kein Wunder, dass das Land heute noch traumatisiert wirkt. die tatsache, dass die Anführer der RK noch immer nicht zu Verantwortung gezogen wurden, hilft dabei wenig weiter.
Heute besuchten wir Nationalmuseum und Königspalast, jetzt haben wohl so ziemlich alle Buddha-Statuen dieses Landes besichtigt ;-).

Aber PP hat noch ein weiteres Gesicht: Shopping! In Vorbereitung auf unsere Rückkehr shoppten wir mal so richtig drauflos, Shirts und Hosen, die man eben auch Zuhause trägt, vorausgesetzt, es wird mal wieder richtig Sommer. Wir verliebten uns beide in Karoshorts und müssen nun immer würfeln, wer die an welchem Tag tragen darf. Auch kratzfreie Sonnenbrillen nennen wir wieder unser Eigen. Zu guter letzt suchten wir einen Friseur auf, der mit westlichem Haircut wirbt. Und Judy, die Chefin sowie der schwule Friseurangestellte haben unser asiatisiertes Haar einfach wieder super zurechtgeschnitten :-). Wir sind bereit für Zhaus! Für den neuen asiatischen touch sorgen die beide Ringimitate, 5$ pro Stück 🙂

Khmer, Korruption und Kohle
Über die Korruption schrieben wir wohl schon einmal an anderer Stelle. Heute haben wir im Friseursessel jedoch noch ein paar Informationen bekommen, die die Kleinkorruption etwas nachvollziehbarer machen: ein Staatsangestellter hier verdient etwa 700 $ im Monat. Ein Lehrer 70$. Ein Türwächter rund 50 und ein guter Kellner in einem Western- Lokal etwa 50-75$. Da ist es irgendwie nachvollziehbar, dass viele Berufgruppen versuchen (müssen), ihr Gehalt aufzubessern, damit sie überhaupt ihre Familien ernähren können. Und von 700$ kann man sich sicher KEINEN Toyota SUV o.ä. Leisten. Darum hat jemand die Korruption im grossen Stil erfunden. DAS widerum finden wir zwar auch nachvollziehbar, aber nicht gut! Es verhindert, dass manche Firmen hier investieren, und auch viele Initiativen, die Unterstützung verdient hätten, werden dadurch von Anfang an blockiert.
Aber die Menge an NGOs und Initiativen birgt vllt. Auch einige Risiken hier. Es kommt einem so vor, als würden über 90% der Schulen oder Ausbildungsstätte für Jugendliche oder sämtliche soziale Einrichtungen von NGOs finaniert und organisiert. Man stelle sich vor, die würden alle abziehen?! Würde dann alles zusammenbrechen? Oder wäre nach einer unweigerlichen Zeit des Chaos und Schock die Regierung gezwungen, endlich selbst etwas zu unternehmen? Schwierige Frage – Antwort unbekannt….

…und schon wieder ausgepfeffert

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Vor ein paar Tagen fuhren wir also von schiach Shianoukville nach Kampot. Es dauerte, bis wir die richtige Strasse ( dirt road) zum Highway fanden, aber dann gings flockig ca. 50-60 km dahin, so dass wir schon glaubten, einen easy-going Tag zu verbringen. Wie diese dramatische Einleitung vermuten laesst, änderte sich dies jeodch abrupt – es gab plötzlich viel, ach was, sehr viel! Gegenwind…aber wir kämpften uns brav bis Kampot durch. Anhand dieser Etappe können wir auch einmal beschreiben, wie unser Radeln manchmal so abläuft: Phase:. Fröhlicher Start (zumeist), mit guter Laune und Freude; rd 30-40 km lang. Phase 2: eine von beiden hat zu kämpfen und wird a weng oleidig. Meist überwinden wir diese schwierigere Phase gut. Weitere Phasen sind – nicht immer chronologisch:
Euphorie-Phase: wir singen lustige Lieder oder dichten auch selbst Lieder während der Fahrt. zumeist fühlen wir uns in dieser Phase unschlagbar. Dauert meist leider nicht lang… 😉
Ernüchterungs-Phase: wir erkennen – wir sind sterblich. Oder verwundbar, z.B. von Hügeln oder eben Gegenwind. Dann dichten wir keine Lieder mehr, sondern erfinden und rezitieren eine beachtliche Vieltfalt an Schimpfwörtern. Oftmals komplex strukturiert, aber immer unter der Gürtellinie. In besonders harten Momenten reihen wir diese in einer melodischen Form aneinander und wiederholen diesen Singsang gebetsmühlenartig….
Finish-Phase: wir sehen die Dosen kühlstes Angkor- Bier schon vor unserem geistigen Auge und freuen uns. Nach Ankunft machte es „zschhhhhhh“, das Bier ist in ca 30 sek. im Blut versickert, wir haben direkt einen kleinen Schwipps und alles ist wieder gut und die Welt ist schön.

In Kampot war die Welt leider nicht ganz so schön, weil Utzi krank war, gscheite Magen- Darmprobleme….auf gut ösisch: gspibn hat’s…..drum simma dann am nächsten Tag mit dem Tuktuk ins Pfeffer-Retreat gefahren und haben uns dort 2 Tage nicht vom Fleck gerührt.

Am dritten Tag machten wir eine Radeltour nach Kep – ehem. Franz. Kolonial- und Badeort. Dort stehen einige alte verlassene und verfallene Villen, so dass es ein bisschen wirkt, wie eine Geisterstadt. Am Markt aßen wir die bekannten Krabben von Kep, sehr sehr lecker! Wir trafen dort auf ein ältes Ehepaar aus England, mit dem wir uns lustig unterhielten, und die lustig und ironisch über ihre Tochter herzogen, bei der ein Reisegepäcksstück – das Beauty-Case- offenbar grösser ist und mehr wiegt als das gesamte Gepäck der Mutter. Die Tochter nur in Top Hotels absteigt während die beiden, die wir trafen, auch mit über 70ig so eine Art Individualreise mit Backpacktouch machen. Habt ihr euch schonmal gefragt was Eure Eltern wohl so über Euch sagen, wenn sie sich ein wenig lustig machen? Erschreckend, gell? Wir glaubten bis dato, das Recht über Familienangehörige zu lästern läge per Definition bei den Kindern ;-))

Am gleichen Abend unterhielten wir uns noch mit 2 sehr netten Tandem-Radlern aus Holland, die standesgemäss ein orangenes Tandem fuhren und einem faszinierenden frz.-engl. Paar aus Paris, so um die Mitte 70ig, aber im Herzen jung, liebenswert und humorvoll. Wir nennen sie Mr. Und Mrs. Burberry, weil er vor weiß nicht wie viel Jahren einer der Chefs von Burberry in Paris war, und so lustige Stories darüber zu erzählen wusste.

Mrs. Burberry und Utzi gingen dann des Nachts noch auf Spinnenfang in unserem Zimmer, denn schon wieder war eine dieser rieeeeeeeeeesigen Spinnen, vor denen Suzy so angst hat, dort und wollte sich nicht fangen lassen. Suzy stand draussen und hörte „Weibergegiggle“ aus dem Zimmer und hoffte, dass alles gut werden würde. Und es war gut. Für Suzy- nicht für die Spinne. Und die zweite, die plötzlich aus dem Nichts kommend auf dem Schrankmöbel sass….

Robert und Annemarie fotografierten uns bei der Abfahrt vom Pfefferhäusel, das Photo gibts auch auf Fb. An dem Tag gings flott und gut weiter nach Takeo, wieder prima 80 km, gefolgt von 14 ganz furchtbaren, denn die Strecke hatte derart Schalglöcher und war so ruppelig, dass man fast Kopfweh dabei bekam. Für Details, s. Phasen oben….
In Takeo fanden wir noch nicht einmal was zu essen, was uns zugesagt hätte, so dass unser Abendmenü schliesslich aus Bier und süßem Popkorn bestand. Yummi…Suzy mag das, Utzi nicht.

Am folgenden Morgen quälten wir uns urfrüh aus dem Bett, um den Bus um 7 nach Phnom Phen zu erreichen – um dann festzustellen, dass er einfach nicht kam, weil er kaputt war….Ein Khmer, der auch dringend nach PP musste und nicht bis zum nächsten Bus um 10.30 warten wollte, organisierte für uns drei und eine Australierein ein Taxi. cool, wir bezahlten nur ein paar Dollar mehr, waren dafür aber viel schneller und bekamen noch eine Gesangseinlage von der autralischen Musikpädagogin: „Edelweiss“ aus „sound of music“, ein Film über eine ösische Familie, die nach Amerika auswandert und den offenbar ALLE englischsprachigen Menschen dieser Erde kennen. Wir waren entzückt, der Taxifahrer verwirrt …

On the road again – zurück nach Kambodscha

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Zuerst in Kürze die Fakten, danach die Details 😉 : wir sind derzeit in Shianoukville, Kambodscha, schon wieder am Strand, und, wie die Plakate es hier verkünden: „the best bay in the world“.
Dazwischen lagen 4 Radeltage, ein Grenzuebertritt, skurrile Nächte in der Pampa und eine nicht unerhebliche Menge an Anstiegen und Abfahrten…..
aber der Reihe nach: zunächst feierten wir mit Pete und Dom Sylvester am Strand.
Unser Radtripp weg von Koh Chang liess sich ganz gut an – da wir den Taximafiapreis von rd. 20€ fuer eine 20 km Inselfahrt nicht zahlen wollten, beschlossen wir, doch wieder mit dem Rad zur Fähre zurück zu radeln und das Geld lieber am Abend in eine erstklassiges Essen zu investieren. Bis km 60 kamen wir bestens voran, dann machte es mal wieer „pffffffffff“ und Utzis Hinterreifen war platt wie eine Flunder. Macht nix, können wir ja in 8 min, wechseln, gell? gesagt, getan, losgefahren und nach 30 Sekunden machte es wieder „pffffffffffff“………..das war blöd, denn nun gingen uns langsam die Schläuche aus und es war ja auch ein ungutes Gefühl! Nicht weit entfernt war eine Autowerkstatt – die konnten uns zwar nicht helfen, aber wenigstens gab es ein hydraulischen Aufpumpschlauch und ein Wasserbecken, so dass wir in unserem Schlauchreservoir wühlen konnten und gucken, was das Material so hergibt. Nicht viel, mussten wir feststellen: ein Schlauch mit defektem Ventil, 2 mit Löchern, und zum Glück einen, der noch was hielt. Grund genug für uns, in die Stadt Trat, die wir kurz vorher passiert hatten zurück zu radeln und neue Schläuche zu besorgen. Mit 4 neuen im Gepäck und zusätzlich ein paar Ersatzspeichen ging es weiter, am Meer entlang, in Richtung eines Küstenstreifens, an dem angeblich eine ganze Menge Resorts liegen sollten. Dummerweise waren da zunächst nur zwei ziemlich teure, und wir schon ziemlich muede und die Uhrzeit schon ziemlich spät. Wir hofften also, dass der Hinweis auf das bezahlbare Mangrood- Resort was taugen würde. auf dem Weg dorthin, durch Dorf durch, nur passierbar auf schmalen Wasserstegen stellten wir uns ob der Szenerie auf eine “ Notnacht“ ein, d.h. ein Platz, an dem wir üblicherweise möglichst nix berühren, nix auspacken, und auch möglichst wenig trinken, damit man nicht so oft aufs Klo muss….dann aber die Überraschung: hinter dem Einfahrtstor eine Oase der Ruhe, mi traumhaftem Blumenmeer, Pool, Sauna, wunderschönen Bungalows und einem total lustigen Chef und Chefkoch zugleich. So phantastisch, dass wir gleich beschlossen, hier einen Extratag zu bleiben.
die folgende Etappe führte uns über die Grenze – und zwar am bekanntermassen korruptesten Grenzübergang Kambodschas, wo für das Visum, das normalerweise 20$+5$ Bearbeitungsgebühr bis zu 40€! kassiert werden. Aber zum Glück waren wir vorbeitet, scherzten mit den Grenzern in unserem besten Khmer und kamen mit 25$ davon! Der Rest der Etappe war etwas weniger unbeschwert: wie wir aus dem Namen der Gegend- Cardammon Mountains- hätten schliessen können, war es ziemlich bergig, und das war bei der Hitze sehr sehr mühsam….und übernachtungstechnisch näherten wir uns einer Notnacht. in einem kleinen Dorf, bei einem ziemlich unsympathischen Schweizer, der ein paar Räume vermietet, ansonsten aber Grundstücksspekulation im Nationalparkgebiet betreibt ohne Rücksicht auf die Natur, und nebenbei noch junge Frauen schwängert…aber man muss sagen, wir haben bei unserem Gespräch mit ihm ein Menge über Grundstücksentwicklung gelernt und unsere Abneigung gegenüber älteren Herren gefestigt, die allein nach Asien reisen oder dort leben und damit bestimmte Zwecke verfolgen.
Auch auf unserer nächsten Etappe lernten wir allerlei dazu: wir trafen auf das Büro einer NGO-Organisation, und bis dato hatten wir allerlei Respekt für die NGOler. Den haben wir immer noch, aber wir haben nun ein wenig besser verstanden, dass man etwas genauer nachfragen sollte, wenn sich jemand als NGO-Worker bezeichnet: man ist nämlich schon ein NGO-Worker, wenn man 2-3 Tage irgendwo aushilft, ein bisschen Englisch lehrt oder einen Brunnen gräbt. Dafür bekommt man kostenlose Unterkunft und Essen, und – im Falle der etwa 20jährigen, die uns ihr Engagement erzählten- definitiv auch noch einen kostenlosen Heiligenschein dazu…. 😉

Die Nacht verbrachten wir in einem Stelzenhaus, das so naturverbunden war, dass wir beschlossen, gemeinsam in einem Bett auf 1 m Raum zu schlafen und dafür das Moskitonetz über uns zu werfen. Wir müssen allerdings eingestehen, dass sehr wenige Viecher tatsächlich da waren und unsere Sorge überaus übertrieben. Naja, wir sind tatsächlich beide nicht oder nicht mehr wirklich Dschungel-tauglich….

Nun in Sihanoukville, einem der touristischsten Gebiete Kambodschas, gibt es wieder eine breite Auswahl an Essen und Aktivitäten. Das Tauchen jedoch, auf das wir uns hauptsächlich freuten, muss leider ausfallen. um einen, weil auf Nachfrage der Tauchspot deutlich weniger attraktiv zu sein scheint als Koh Chang, und zum anderen, weil Suzzy mit Erkältung teil ausgeschaltet ist. Da bleibt also nur am Strand liegen und lesen als Aktivität über. Sihanoukville selbst ist furchtbar. Total versifft und verdreckt, und bei der Eigenwerbung als weltbeste Bay drängt sich der Verdacht auf, die Erfinder dieses Werbespruchs sind entweder Amis, bei denen eh immer alles weltbest ist, oder Werber, die noch nie die anderen Bays dieser Welt besucht haben. In der Tat ist der Strand super, aber es zählt für uns eben auch, ob man in den Strassen dahinter über Müllberge waten muss oder nicht…..Das ist etwas, was uns eh umtreibt: das Müllproblem in Asien. Immer wieder Thema für Diskussionen und Überlegungen….

Morgen gehts weiter nach Kampot, wo der Pfeffer wächst und wir wieder ein paar Tage ausspannen wollen. wir verspüren nunmehr zunehmende Reisemüdigkeit und freuen uns in der Tat nun schon wieder sehr auf Zuhause: auf unsere Familien und unsere Freunde; auf eine saubere, ruhige, gemütliche und gepflegte Wohnung; darauf, nicht mehr ständig die Packtaschen ein- und auszuräumen; auf schöne Abende mit Freunden, aufs Skifahren und vieles mehr. die Reise ist phantastisch, aber sie zeigt uns eben auch, welch Lebensqualität wir zuhause haben und was uns dort wichtig ist und fehlt. Es hilft, dies alles wieder mehr und intensiv zu schätzen. Und wir nehmen uns fest vor, einige wunderbare Dinge, die uns diese Reise gelehrt hat, mit nach Hause zu nehmen und uns so weit als möglich zu bewahren: die Gelassenheit, Dinge anzugehen und sich Neuem, Unbekannten auszusetzen; die Energie und das Bewusstsein, Dinge selbst zu reparieren; die Erkenntnis, sich nicht jeden Tag um die eigene (finanzielle) Zukunft Sorgen machen zu müssen…undundund vieles kann einfach auch ein bisschen anders angepackt werden. Und die intensivierte körperliche Aktivität, die uns zu einem neuen Lebensgefühl verholfen hat und uns jeden Tag glücklich macht. Wow, ein wenig eiweni heute, gell?

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